Barrierefreie Berge? Träum weiter!

Wer Urlaub macht, denkt oft in Träumen; stellt sich vor, wie es aussieht am Zielort, wie entspannt es sein wird, wie erholsam, lecker, abenteuerlich – wie auch immer. Wer ein Kind mit Behinderung an Bord hat, muss anders denken: Sind für den Notfall alle Infrastrukturen vorhanden? Ist die Location barrierefrei? Kann mein Kind den Ort handeln? Tja, wir haben eindeutig geträumt, als wir uns für den Urlaub im Schweizer Voralpenland entschieden haben, aber schön war es letztlich trotzdem.

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Zuviel Baby in einem siebenjährigen Jungen

Heute geht der 49. Tag zu Ende, an dem H & M wegen der Pandemie zu Hause sind. Unten höre ich meinen Liebsten singen – by the way dasselbe Lied, wie seit über 2.500 Tagen. Die Zwillinge werden also bald schlafen. Die Freude darüber, dass bei ihnen gegen acht Uhr das Kinderzimmerlicht ausgeht, wird mit jedem Tage größer. Auch der Genuss, den ich an jedem zweiten Tag empfinde, wenn der Vater die Kinder bettet, steigert sich spürbar.

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Über die Exklusivität von Pommes

Der Alltag im Kindergarten ist derzeit anders. Er ist geprägt vom Einsammeln tanzbarer Lieblingslieder, vom Basteln bunter Girlanden und einer rascheligen Kinder-Unruhe. Fasching kommt. Klar, dass M von jenem Dienstag träumt, an dem sie ihrer Gruppe als Prinzessin gegenübertritt. Und sie träumt von einem weiteren Tag: dem bald angesetzen Pommestag. Die Vorfreude auf beides entlädt sich in zahllosen Erzähl-Variationen darüber, was genau passieren wird, wenn es endlich so weit ist. „Über die Exklusivität von Pommes“ weiterlesen

Betroffenheit verkloppt Kampfgeist – oder: meine persönliche Zwietracht mit der Inklusion

In meiner Kindheitsstraße gab es einen Mann, dessen Alter ich nicht schätzen kann. Er war jünger als meine Eltern und älter als meine großen Geschwister. Er war behindert und er tauchte immer mal auf, wenn wir draußen waren. Genauso schnell war er wieder weg, denn zu Hause bei ihm waren wir nie und er war nie bei uns. Er hat gern mit uns gesprochen – mehr noch mit den Erwachsenen. Die waren nett zu ihm, aber auch irgendwie verstellt …

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Hundert Sachen – alle in einem Lastwagen

… das ist der Versuch unserer Tochter, ihrem Bruder das baldige Phänomen `Umzug´ näherzubringen. Es gibt da ein Haus. Das ist echt schön. Und wir mieten es! Es ist kleiner als unsere jetzige Wohnung, aber es ist ein (Doppel-)Haus. Mit fettem Garten. Und genau den wünschen wir H&M schon lange. H habe ich an anderer Stelle bereits als Outdoor-Menschlein beschrieben. Freut sich M auch aufs Sofa, den Maltisch, die Aussicht auf Plätzchen und Kakao, protestiert H stets, wenn es reingeht. Jetzt kriegt er ihn – den immer verfügbaren Outdoor-Spielplatz.

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Sonntagsbrunch mit Rollenkonflikt

Hörgeräte, dicke Brillen, Orthesen und Sabbertücher sind beim Eltern-Brunch der Lebenshilfe keine Seltenheit. Hier treffen sich in größeren, aber regelmäßigen Abständen die Eltern von behinderten Kindern – quer durch alle Milieus und Interessen. Das Verbindende ist eben die Tatsache, ein augenfällig besonderes Kind bekommen zu haben. Die meisten als leibliches, manche als Pflegekind. „Sonntagsbrunch mit Rollenkonflikt“ weiterlesen